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Schüler peppten Idstedt-Gedächtnishalle auf

Eine Woche lang haben Schüler des 12. Jahrgangs der A.P.Möller-Skole mit dem Profilfach Geschichte ihren Unterricht in die Gedächtnishalle nach Idstedtkirche verlegt. Als Projekt hatte ihr Lehrer Jan-Christian Schlüter in diesem außerschulischen Lernort mehrere Arbeitsschwerpunkte festgelegt:

Die Jugendlichen aktualisierten eine Expertenrallye, teilten sie inhaltlich für Jugendliche und Erwachsene, peppten sie kreativ auf, schufen Lösungsbögen und besonders - sie machten alles zweisprachig.  Künftig können sich auch dänische Besuchergruppen anhand der Aufgabenbögen mit den Geschehnissen vor und während der Schlacht bei Idstedt 1850 vertraut machen.

In einer Daten-CD sammelten sie verschiedene Perspektiven auf den damaligen Krieg. Und eine mit Tonspur hinterlegte Illustration ist nun für Zuschauer per Knopfdruck in beiden Sprachen wählbar; denn sie überführten die deutsche Version in einen Text, übersetzten diesen ins Dänische und sprachen ihn auf den Tonträger.

Zurzeit untersucht eine Sprachlehrerin des dänischen Gymnasiums alle Texte auf gutes Dänisch und eventuelle Tippfehler, und Claudia Koch von der Kulturstiftung des Kreises ist für die inhaltliche Endkontrolle zuständig. Nach ihrer Freigabe ist die Expertenrallye über den Internetauftritt des Kreises beim Link „Idstedt-Stiftung“ zu lesen und herunterzuladen.

Die Kulturstiftung hat dies Schülerprojekt aus einem eigens für deutsch-dänische Projekte in diesem Jahr aufgelegten Fördertopf bezuschusst. Ihr Leiter Dirk Wenzel freute sich beim Besuch der Schülergruppe in Idstedt, dass man „etwas Sinnvolles quasi vor der Haustür mit Geld unterstützen“ könne.

Die Geschäftsführerin der Idstedt-Stiftung, Wenke Mees, sah in der Aktion eine Win-Win-Situation, von der beide Seiten profitieren würden. Und Museumsführer Heinz Schulze wies auf den Zusammenhang mit der umfangreichen Machbarkeitsstudie über die Zukunft der Gedächtnishalle hin: Schon in ihre Erstellung war Lehrer Schlüter mit interessierten Schülern eingebunden. Jetzt habe die A.P.Möller-Skole ihren praktischen Beitrag geleistet. „Das Produkt am Ende stimmt“, freute er sich und drückte seine Hoffnung aus, dass das dänische Gymnasium diesbezüglich weiter „am Ball bleibt“.