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Klasse Aktion

Museen und Veranstaltungsorte stehen in Konkurrenz  zueinander. Im Wettstreit um Besucher und Fördermittel können sie versuchen, andere auszustechen. Sie können sich aber auch vernetzen, um gemeinsam die Besucherzahlen zu steigern und Synergien zu nutzen, wie das Projekt „Klasse Aktion“ in der Schleiregion zeigt. 16 Lernorte vom Danewerk bis zum Naturerlebniszentrum Maasholm gehören zu dem Netzwerk unter der Trägerschaft der Stadt Schleswig.  „Klasse Aktion“   zielt darauf,  Schulklassen über die Angebote zu informieren und neugierig zu machen.

Seit dem Start  im Jahr 2013 ist bereits eine gemeinsame Website auf Deutsch und Dänisch   entstanden, die die Angebote für die Zielgruppe Schulklassen übersichtlich darstellt. Projektkoordinatorin Katja Gondert  hat ein Team von Moderatorinnen zusammengestellt, die die Angebote auf Fachtagungen, Veranstaltungen und in Kitas und Schulen vorstellen.

„Wie bekommen wir die Inhalte, die wir vermitteln, in die Köpfe unserer Zielgruppen? Das ist die Frage, die uns alle verbindet“, erklärte Ute Drews im Wikingermuseum Haithabu jetzt bei einem Netzwerktreffen das gemeinsame Ziel. Die Museumsleiterin begrüßte 27 Teilnehmer zum Austausch und zur   Vorstellung neuer Projekte, an denen auch externe Partner beteiligt sind.

„Das ,Klasse Klebeheft‘ soll die Sammelleidenschaft der jungen Besucher wecken und sie so in die Einrichtungen locken“, sagte Torben Hansen von der   Kurt-Tucholsky-Schule Flensburg, an der das Kunstprojekt im Bereich „Lernen durch Engagement“ entsteht.  Seine Schülerin Isabelle Müller stellte die verschiedenen Elemente vor. „Im Danevirke Museum bekommen die jungen Besucher Sticker mit Menschen drauf, die sie im Heft auf die Mauer setzen können“, zeigte die Schülerin. Im Dorfmuseum Brodersby geben die Aufkleber Einblick in einen Bienenkorb, für die Wassermühle Schaalby wird der Arbeitsprozess vom Korn bis zum Brot   dargestellt. Weiterhin sind  in Schleswig das Stadtmuseum, die Schlossinsel und Haithabu im Stickerprojekt involviert sowie das Idstedt-Museum, das Landschaftsmuseum Angeln, der Naturerlebnishof Helle und das Naturerlebniszentrum Maasholm. Finanziert wird es von der Aktivregion Schlei-Ostsee ebenso wie das gesamte „Klasse Aktion“-Projekt.

Gesa Würdemann, Lehrerin an der Kieler Leif-Eriksson-Schule, ist begeistert vom Sammelheft. „Das  würde ich gern mit meinen Kindern machen. Wann und wo gibt es das?“, fragte sie. Gute Nachrichten für die Einrichtungen und Besucher: Das Stickeralbum soll schon im Sommer zum Einsatz kommen.

Auch das Landschaftsmuseum Angeln in Unewatt setzt darauf, die junge Zielgruppe in die  Museumsarbeit einzubeziehen.  Karen Precht erklärte, wie die Sechstklässler der Alexander-Behm-Schule in Tarp zu einem neuen Ausstellungsprojekt beitragen – erzählte aber auch von den Herausforderungen. Allein die Beförderung der Schüler zu den Museen  stellt in der Fläche schon ein Problem dar. Der Austausch und die Unterstützung im Netzwerk helfen aber dabei, so manches Problem zu lösen.

Gemeinsam  und nachhaltig arbeiten und dabei Lebensräume für Insekten schaffen will der  Naturerlebnishof Helle: Monika von Rantzau sucht schulische Projektpartner  für  Wildblumensamen-Tütchen, die in allen Einrichtungen des Netzwerkes zum Einsatz kommen sollen.

Die Netzwerkarbeit geht weiter, damit den jungen Zielgruppen Geschichte, Kultur, Natur und Technik in der Region in Zukunft noch besser nähergebracht werden können.  „Der Motor des Projekts sind die Menschen, die es mit Leben füllen“, sagte Dörte Beier  vom Stadtmuseum Schleswig, die das Projekt „Klasse Aktion“ der Stadt  Schleswig leitet. 

www.klasse-aktion.de