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Insektenfreundliche Aktion an der Gedächtnishalle

Was Ende Mai beim Museum in Idstedt-Kirche von der Straße aus noch wie eine ungepflegte Grünfläche aussah, sollte jetzt, da Wärme ins Land gezogen ist, schnell aufblühen: Im letzten Herbst sind nämlich im Rahmen des Projektes "Blütenbund-Insektenreich" 2000 qm aufgewertet worden zu insektenfreundlichen Blühwiesen, die nur höchstens zweimal im Jahr gemäht werden. Am 27. Mai trafen sich die Akteure auf Einladung des Ratsvorsitzenden der Idstedt-Stiftung, Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, um (leider im Regen) den ökologischen Mehrwert zu begutachten. Er dankte Janosch und Janico Greifenberg von der Dampsoft GmbH dafür, dass sie trotz der Entfernung von Ostschwansen zu Idstedt die gärtnerischen Tätigkeiten zur Flächenvorbereitung und Aussaat finanziert haben.

Jan Blanke von "Lokale Aktion Schlei" hat Fördermittel eingeworben und die Maßnahmen organisiert, und die fachliche Begleitung des Projekts hat Leonie Holthaus vom Deutschen Verband für Landschaftspflege e.V. übernommen.

Zusammen mit Edgar Petersen vom Stiftungsvorstand und Geschäftsführerin Wenke Mees freuten sie sich über aufkommendes Saatgut von Pflanzen auf der Roten Liste, wie das für Falter wichtige Bergsandglöckchen, Knöllchen-Steinbrech oder Filzkraut. Anderes, wie die Wilde Möhre, wird erst im nächsten Jahr blühen, und so sind die Museumsbesucher eingeladen, die Entwicklung der Wildpflanzen und die Insekten auf den drei angelegten Blühwiesen zu beobachten. Weil Insekten immer weniger Nahrung und Nistmöglichkeiten finden, sind ihre Vielfalt und Häufigkeit schon seit Jahrzehnten drastisch gesunken. "Dem wirkt die Idstedt-Stiftung mit diesem Verbundprojekt entgegen und leistet dabei aktiven Naturschutz", betonte Ulrich Brüggemeier. Das Projekt "Blütenbunt-Insektenreich" ist Teil des Bundesprogramms "Biologische Vielfalt" und hat sich Erhalt und Förderung blütenbesuchender Insekten durch die Schaffung geeigneter Lebensräume in Schleswig-Holstein bis 2026 zum Ziel gesetzt. Bei der Anlage solcher Wiesen ab 1000qm werden Gemeinden, Unternehmen und Flächenbesitzer vom Deutschen Verband für Landschaftspflege e.V. unterstützt und beraten. Neben flächiger Ansaat kann auch eine Mähgutübertragung oder das Einbringen von Einzelarten durch Topfpflanzungen gefördert werden.